Die jahrelange Erfahrung bringt viele wichtige Erkenntnisse

Die Unterschiede zwischen klassischem und modernem Gesang sind geringer als man annimmt. Die Ausdrucksmöglichkeiten im Rock&Pop-Gesang sind jedoch vielfältiger,ohne individuelle, auf die jeweilige Person und deren stimmliche Stärken und Schwächen abgestimmte Vokalübungen gibt es keine Fortschritte im gesanglichen Lernprozess.

Im Gesangsunterricht geht es zuerst um die rasche Vermittlung einer brauchbaren und gesunden Singtechnik. Man baut zuerst das Instrument und musiziert erst dann darauf.

Durch Stimmtraining/Vokaltraining nimmt sowohl der Stimmumfang (die Anzahl der brauchbaren Töne) als auch der Stimmklang (die Stärke) zu.

Es gibt niemanden, der nicht singen kann, es gibt aber viele untrainierte und in der Schule vernachlässigte Stimmen.

Auch Schüler, die anfänglich nicht imstande waren einen einzigen Ton nachzusingen (Brummer oder Schwirrer, also Tief- bzw. Hochsinger), können nach entsprechendem Training sauber und intonationsrein singen.

Chorsingen oder intensive gesangliche Tätigkeit neben dem Unterricht schadet dem Unterrichtsfortschritt. Zu leicht verirrt man sich dabei und ohne Kontrolle durch den Lehrer in eine falsche Technik.

Auch lautes Singen kann gesund sein, kann erlernt und geübt werden, muss technisch gut gemacht sein, darf aber in der Intensität und zeitlichen Länge nicht übertrieben werden

Für den Anfangsunterricht gibt es gut und weniger gut geeignete Songs, dabei gibt es Erfahrungswerte von Jahrzehnten

Perfektes Englisch ist im Anfängerunterricht nicht notwendig, Schul-Englisch genügt.

Erfolgreiches Singen ist mehr von der Konzentration des Interpreten abhängig als man glaubt, denn beim Singen eines Songs gilt das Hauptaugenmerk der Singtechnik. Text und Melodie müssen bereits automatisiert sein.

Daher: wer viel Musik seines Interesses hört, hat es beim Singen leichter.

Das Übertragen und Anwenden der in den Vokalübungen erlernten Gesangstechnik auf den Song ist ein mühsamer Prozess, der Zeit braucht.

Die Methode: lieber zuerst etwas leichtere Lieder (Balladen, love-songs, etc.) und erst später Steigerung zu den schweren Songs der Literatur, hat sich immer bewährt.